Goldener Jahrgang auf Augenhöhe mit dem VfB

 

Ein historischer Erfolg für die schwarz-gelbe Jugendabteilung:  

Die E-Junioren der Sportfreunde Bitz belegten 2008 bei den Hallen-meisterschaften des Württembergischen Fußballverbandes den 7. Platz.

Foto: Arno Fuhrmann

Sensationell hatte sich die E-Jugend der Sportfreunde Bitz für das Endturnier der wfv-Hallenrunde 2008 in Ilshofen qualifiziert. Die Youngster der Schwarz-Gelben drückten auch dem Finalturnier auf der Hohenloher Ebene ihren Stempel auf.

Ilshofen/Bitz. Die E-Jugendlichen der Hochälbler hatten sich als eines von zwei Nachwuchsteams aus dem Bezirk Zollern – neben der B-Jugend des TSV Frommern - für das Finale des wfv-Junior-Cups 2008 qualifiziert. VfB Stuttgart, SSV Ulm, Stuttgarter Kickers, SSV Reutlingen, Olympia Laupheim und Phönix Pfalzgrafenweiler – von Oberschwaben über die Landeshauptstadt bis an den Schwarzwaldrand war alles vertreten, was im württembergischen Jugendfußball Rang und Namen hat. Und unter diese illustere Runde reihten sich Anfang März 2008 auch die Nachwuchskicker der Sportfreunde Bitz. Der erste Gegner der Schwarz-Gelben war kein geringerer als die Fußballjugend des damals amtierenden Deutschen Meisters VfB Stuttgart. Bereits nach zehn Sekunden hatte Bitz die erste Gelegenheit gegen den Traditionsverein aus der Landeshauptstadt in Führung zu gehen. Doch ein Akteur mit dem roten Brustring kratzte das runde Leder nach einem Schuss der Sportfreunde gerade noch von der Linie. Erst in der Schlussminute erzielten die favorisierten Stuttgarter das 1:0. Im zweiten Spiel ging es für die Bitzer Youngster gegen den späteren Turniersieger, die SpVgg Feuerbach. Simon Henes verkürzte für die Schwarz-Gelben noch auf 1:2, nachdem die Kicker aus dem Stuttgarter Stadtbezirk doppelt vorgelegt hatten. „Wir hatten Pech, dass diese beiden Knaller bei uns in der Vorrundengruppe waren“, resümierte der damalige Trainer der Bitzer E-Junioren, Dirk Oberger. Die Partien gegen die beiden Finalteilnehmer seien „knalle eng“ gewesen und bei etwas mehr Glück die Halbfinalteilnahme durchaus keine Utopie. „Umso schöner war es zu sehen, dass meine Jungs mit solchen Topteams wie dem VfB auf einer Augenhöhe spielen“, lobte Oberger seine Mannschaft für deren Leistung in Ilshofen. Beim Hallenendturnier des wfv griff ein Vorteil der Sportfreunde nicht mehr, der die E-Junioren von der Hochalb soweit gebracht hatte. „Meine Jungs hatten nicht mehr so viel Platz zu spielen“, erklärte Oberger, dass seine Spieler in den Vorturnieren immer einen Schritt schneller am Ball waren als ihre Gegner. Doch mit einem 0:0 gegen den Nachwuchs des Regionalligisten SSV Reutlingen und einem 2:0-Erfolg über Phönix Pfalzgrafenweiler sicherte sich das Oberger-Quintett einen achtungsvollen siebten Platz im Endklassement. Gegen die Freudenstädter traf zweimal Philipp Ritzler, doch aus seinem Team wollte Dirk Oberger niemanden hervorheben: „Wir haben eine große Homogenität in unserer Mannschaft“, verteilte der Bitzer reichlich Lorbeeren für seine „absolut diszipliniert“ auftretenden Nachwuchskicker. Die Sportfreunde wurden in der Vergangenheit schon oft für ihre Jugendarbeit ausgezeichnet. Doch der ältere Jahrgang der E-Junioren, welcher bis 2009 unter Oberger gespielt hatte, schien nicht nur auf Bezirksebene, sondern auch vereinsintern herauszuragen. Dirk Oberger kam über seinen Sohn Fabian in die Jugendabteilung der Sportfreunde. Ihn und seine Mannschaftskameraden betreute der ehemalige Oberligaspieler zusammen mit Mannschaftsbetreuer Gustav Flad seit deren F-Jugendzeit und sah zu einem späteren Zeitpunkt die Entwicklung dieses Jahrgangs sprichwörtlich noch in den Kinderschuhen. „Da ist noch viel Luft nach oben“, betonte Oberger. „Erst wenn die Jungs sich in höheren Jugenden in einer Elfermannschaft beweisen müssen, tritt deren wahres Potential ans Licht“, sah der Bitzer das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Bei den Schwarz-Gelben herrschte vorerst großer Jubel über das Erreichte: Soweit war eine Bitzer Jugendmannschaft zuvor noch nie gekommen.

Geschrieben von Patrick Mayer

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