Sportfreunde kehren nach 21 Jahren zurück

 

Saisonrückblick: Bitz behält im Titel-Vierkampf die Oberhand

 

Drei Jahre lang spielten die Sportfreunde Bitz um die Meisterschaft in der Kreisliga A1. Dann ist der Henes-Truppe der große Wurf endlich geglückt. Die Schwarz-Gelben kehrten im Juli 2009 in die Fußball-Bezirksliga zurück.

Bitz. Und das nach 21 Jahren! Sektduschen, Autokorso, Freudentänze – die Sportfreunde erwiesen sich unmittelbar nach dem Titeltriumph in Laufen auch im Feiern als meisterlich. Strahlend nahm Kapitän und Leitwolf Tolga Yigitbas von Staffelleiter Hans Polke den Meisterwimpel entgegen – unter dem großen Jubel seiner Mitspieler. Platz drei in der Saison 2006/2007, die Vizemeisterschaft in der vergangenen Spielzeit. Drei Runden lang hatten die Schwarz-Gelben von der Hochalb um den Titel in der Kreisliga A1 mitgespielt. Nun endlich, so waren sich Spieler, Funktionäre und Anhänger einig, hing der Wimpel berechtigt im Bitzer Sportheim. „Gratulation an die Mannschaft! Sie hat zum Saisonende noch einmal Moral bewiesen und nach den Niederlagen gegen Albstadt 2 und in Rosenfeld das Ruder rechtzeitig herum gerissen“, jubelte Trainer Thomas Henes nach dem Titelgewinn. Henes hatte fünf Jahre lang bei den Bitzern auf der Kommandobrücke gestanden – und die schwarz-gelbe Elf in der Tabelle sukzessive weiter nach oben geführt. Am 26. Spieltag folgte der Ritterschlag für Henes und seine Jungs: die Meisterschaft! Dabei hatte es nach zwei Niederlagen in Folge gegen zwei direkte Konkurrenten (Albstadt 2 0:1, Rosenfeld 3:4 d. Red.) und dem zwischenzeitlichen dritten Platz gar nicht mehr gut ausgesehen für die Equipe von der Hochalb. Mit vier Siegen in Folge fertigten die Bitzer dann doch noch ihr Meisterstück. Überragend: Der leidenschaftliche 3:0-Sieg beim Verfolger und Geheimfavoriten auf den Titel, SV Tieringen. Die Wende! „Wir sind verdient Meister! So lange haben wir um den Titel mitgespielt. Nun waren endlich wir an der Reihe“, kannte die Freude beim Bitzer Trainer Henes keine Grenzen.

Tonnenschwere Lasten schienen von den Funktionären zu fallen. „Jahre lang haben wir auf diesen Erfolg hingearbeitet. Unser Konzept, die jungen Bitzer Spieler in die Mannschaft zu integrieren und mit diesen sowie einzelnen auswärtigen Leistungsträgern den Weg zum Erfolg zu suchen, hat sich voll bewährt. Alle im Verein sind überglücklich!“, stimmte Spielleiter Jens Wizemann in die Jubelarien mit ein. Der Bitzer Funktionär rückte bei seinen Lobeshymnen einen Protagonisten bei den Sportfreunden in den Mittelpunkt: „Thomas Henes hat hier in Bitz überragende Arbeit geleistet. Diese Meisterschaft trägt seine Handschrift“, so Wizemann voller Respekt für seinen scheidenden sportlichen Leiter. Doch auch eine Reihe an Spielern leisteten ihren maßgeblichen Beitrag für den Bitzer Triumph. Kapitän Tolga Yigitbas etwa. Der Mittelfeldmotor war der Mannschaft stets ein Vorbild und setzte immer wieder in den wichtigen Szenen die nötigen Impulse im Spiel der Sportfreunde. Yigitbas war mit 15 Toren zudem einer der treffsichersten Bitzer in der abgelaufenen Saison. Erfolgreicher war nur Torjäger Sergej Remche, der für die Kicker in schwarz und gelb 17 Mal einnetzte. Einen Youngster würdigte Thomas Henes indes besonders: „Michael Kattanek hat als 18-Jähriger im Mittelfeld eine überragende Saison gespielt. Mit einer für sein Alter ungemeinen Reife hat er selbst immer wieder Verantwortung an sich gerissen“, so Henes. Ebenfalls bärenstark: Libero Yervant Saroyan. Der Routinier war der „Boss“ in der Bitzer Abwehr und überzeugte durch tolle Zweikampfwerte! Der Mannschaft, die der langjährige Trainer in Richtung Winterlingen verlässt, traut Henes in Zukunft einiges zu. „Bitz wird sich auch in der Bezirksliga behaupten. Wir haben stets mit den Aufsteigern der vergangenen Jahre auf Augenhöhe gespielt. Und diese haben allesamt ihren Erfolg in der Bezirksliga gefunden“, begründete Thomas Henes seine Ansicht..

Geschrieben von Patrick Mayer

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